Tag der jungen Landwirtschaft

8. September 2016

Ein Tag ganz im Zeichen der Junglandwirte – das ist jährlich ein fixer Bestandteil des Jungbauernprogramms. Der „Tag der jungen Landwirtschaft“ ist eine wichtige Informations- und Diskussionsveranstaltung zu der wir Experten und Repräsentanten aus unterschiedlichen Bereichen der Landwirtschaft einladen, um über Zukunftsthemen junger Hofnachfolger zu diskutieren und neue innovative Beispiele aus der Praxis kennen zu lernen. Ein Ziel dieser Veranstaltung ist es auch, branchenübergreifendes Interesse zu wecken und das gegenseitige Verständnis zu fördern. Da die Teilnehmer aus allen Bundesländern kommen, bietet die Österreichische Jungbauernschaft mit dem Tag der jungen Landwirtschaft die Möglichkeit, strukturelle Unterschiede der Regionen zu erörtern und über deren Potenziale nachzudenken.

Je nach Thema und Art der Veranstaltung werden starke Partner aus dem Umfeld der Landwirtschaft eingebunden. Gemeinsam wird ein ansprechendes Programm entwickelt.

Programm 2009

Ungewöhnlich viele junge Gesichter, nämlich rund 1.500, bevölkerten am 3. Dezember 2009 die Austro Agrar in Tulln. Etwa 200 Landwirtschaftsschülerinnen und -schüler strömten dann am Vormittag zum „Junglandwirtetag 2009“. Gemeinsam mit dem Partner Lagerhaus wurde ein Vortrags-Vormittag zum Thema „Fit für die Zukunft“ organisiert, und nicht von ungefähr lag der Focus dabei auf Innovation.

EU-Parlamentarierin Elisabeth Köstinger, Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, konnte gemeinsam mit Dr. Hannes Lang, Aufsichtsratspräsident der RWA, das junge Publikum für die Landwirtschaft als Zukunftstrend begeistern. Auch wenn Bäuerinnen und Bauern in Österreich nur etwa 4 % der Bevölkerungen repräsentieren, so steht der landwirtschaftliche Sektor aber für immerhin 550.000 Arbeitsplätze. Die Industrie lagert Jobs nach Asien aus – in der Landwirtschaft geht das nicht, vor allem dann nicht, wenn als Berufsgruppe zusammengehalten wird. Außerdem: Qualitätsweizen oder gentechnikfreie Milch gibt es nicht überall.

Österreichische Produkte sind Exportschlager

Auch DI Ernst Gauhs, RWA Bereichsleiter für Landwirtschaftliche Erzeugnisse und Vizepräsident der Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien, spannte einen Bogen an Trends und Zukunftschancen auf. „Effizienter, professioneller Ackerbau hat Zukunft“, ist Gauhs überzeugt. Die Zahlen geben Gauhs recht: Laut Grünem Bericht so sind die Exporte von agrarischen Produkten und Lebensmitteln seit 2008 von 9,5 % auf 7,98 Milliarden Euro gestiegen. Gerade Betriebsübernehmer dürften das richtige Risikomanagement trotzdem nicht vernachlässigen, so Gauhs Warnung. Als Best-Practise-Beispiele präsentierten die beiden Gewinner des Innovationspreises, Bio-Vollerwerbsbauer Stefan Riegler-Nurscher und der Wiener Schneckenzüchter Mag. Andreas Gugumuck, ihre Betriebe.