Satzungen der Steirischen Jungbauernschaft

Der Verein führt den Namen „Steirische Jungbauernschaft“ (Bauernbund-Jugend) und hat seinen Sitz in Graz. Seine Tätigkeit erstreckt sich auf das Bundesland Steiermark, Österreich und Europa.

Die Steirische Jungbauernschaft ist eine Landesorganisation der Österreichischen Jungbauernschaft und ein Teil des Steirischen Bauernbundes. Die Steirische Jungbauernschaft ist  vereinsrechtlich unabhängig.

Zweck des Vereins ist:
1. Die Förderung und Vertretung der Bauern und BäuerInnen und der Landwirtschaft, hier  insbesondere Förderung der JungbäuerInnen und JungübernehmerInnen.
2. Information, Schulung und Arbeit mit Jugendlichen sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, über alle wesentlichen gesellschaftspolitischen Themen und Anliegen, insbesondere mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.
3. Förderung und Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Gruppen von Jugendlichen sowohl beruflicher, als auch gesellschaftlicher Art und Förderung des Verständnisses für die jeweiligen Anliegen und Probleme unter besonderer Einbindung von Jugendlichen, die zwar aus der Landwirtschaft stammen und im ländlichen Raum verwurzelt sind, ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit jedoch in einem anderen Bereich haben.
Die Tätigkeit des Vereins umfasst alle wesentlichen Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit. Der Verein bekennt sich zu einem freien und unabhängigen Österreich, zur Demokratie, zum Rechtsstaat, zum Föderalismus und zu einer Politik nach christlich-sozialen
Grundsätzen, sowie zum Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft und darauf aufbauend zur ökosozialen Agrarpolitik.
Die Tätigkeit des Vereines ist nicht auf Gewinn gerichtet.

Um ihre Vorstellungen zu verwirklichen, bedient sich die Steirische Jungbauernschaft vor allem folgender Mittel:
1. Information
Durch eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit soll die Bevölkerung über die Ziele und Anliegen der Jungbauernschaft informiert werden. Die Information soll zum besseren Verständnis zwischen Stadt und Land und zwischen den Berufsgruppen und gesellschaftlichen Schichten beitragen und dadurch Entscheidungen für den ländlichen Raum positiv beeinflussen. Die Jungbauernschaft wird sich dazu aller geeigneten Kommunikationsmittel bedienen.
2. Politische Einflussnahme
Einflussnahme durch Entsendung und Tätigkeit von Vertretern der Steirischen Jungbauernschaft in die gesetzgebenden Körperschaften und Interessenvertretungen, in sozial- und kulturpolitische Einrichtungen sowie sonstige Wirtschafts-, Verwaltungs- und Vertretungskörper, sowohl in Österreich als inter- und supranational.
3. Vertretung und Beratung
Vor allem Auskunftserteilung und Rat in politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, rechtlichen und sozialen Fragen. Weiters Vertretung vor Behörden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
4. Beteiligungen und Mitgliedschaften
Beteiligungen an und Innehabung von Unternehmen aller Art und von Rechten, Mitgliedschaften in Vereinen und Vereinigungen, Vertretungskörpern sowohl im Inland als auch im Ausland.
5. Aufbringung materieller Mittel
Die erforderlichen Mittel werden durch Beitrittsgebühren, Mitgliedsbeiträgen, Subventionen, Spenden, Sammlungen, Vermächtnisse, Erträge aus Veranstaltungen und vereinseigenen Unternehmen, Publikationen sowie aus sonstigen Zuwendungen aufgebracht.

Arten der Mitgliedschaft:
1) Ordentliche Mitglieder
sind natürliche Personen mit Interessen an den Vereinszwecken.
Die ordentliche Mitgliedschaft ist nur in Verbindung zur Mitgliedschaft im Steirischen Bauernbund und nur bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres möglich.
2) Außerordentliche Mitglieder
sind natürliche und juristische Personen, die zur Erfüllung der Vereinszwecke beitragen und denen hierfür die a.o. Mitgliedschaft zuerkannt wurde.
3) Fördernde Mitglieder
sind natürliche und juristische Personen, die durch im Einzelfalle mit dem Vorstand festzulegende Beiträge zur Unterstützung der Vereinsziele leisten.
4) Ehrenmitglieder
sind natürliche Personen, die hierzu wegen ihrer besonderen Verdienste um den Verein ernannt wurden.

  1. Die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern erfolgt durch die Landesverbände. Sie erfolgt nach den in den Satzungen der Landesverbände festgelegten Regeln. Die ordentliche Mitgliedschaft ist bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres möglich.
    2 Die Aufnahme von außerordentlichen und fördernden Mitgliedern erfolgt durch das Präsidium. Sie kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Eine Berufung gegen die Ablehnung ist nicht zulässig.
    3 Die Ernennung der Ehrenmitglieder erfolgt durch das Präsidium.

Die Mitgliedschaft erlischt:

1) Durch Tod bzw. Verlust der Rechtspersönlichkeit bei juristischen Personen.
2) Nach Wegfall der Voraussetzungen für ordentliche Mitglieder nach § 4 (1) der Satzungen.
3) Durch Austritt.
4) Durch Ausschluss:
Mitglieder werden durch den Landesvorstand ausgeschlossen, wenn sie die ihnen obliegenden Pflichten versäumen oder das Ansehen des Vereins beschädigen. Diese Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt jene Meinung als angenommen, welche der Obmann vertritt. Der Beschluss ist dem ausgeschlossenem Mitglied schriftlich bekanntzugeben. Ausgeschlossene Mitglieder sind verpflichtet, die bis zum Ausschluss bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein voll zu erfüllen.

1) Rechte:
Alle Mitglieder haben das Recht am Landesjungbauerntag und am Österreichischen Jungbauerntag teilzunehmen. Außerdem können sie an Veranstaltungen des Vereins teilnehmen und seine Einrichtungen benützen. Von Entscheidungen, die finanzielle Angelegenheiten des Vereins betreffen, sind die Mitglieder ausgeschlossen. Diese obliegen dem Vorstand und dem Landesjungbauernrat. Aktives und passives Wahlrecht sowie Stimmrecht steht nur den ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern nach Maßgabe der Satzung zu.

2) Pflichten:
Alle Mitglieder haben die Interessen und das Ansehen des Vereins zu wahren, die Vereinsstatuten zu beachten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu respektieren. Die ordentlichen Mitglieder und die fördernden Mitglieder sind zur Zahlung des von ihnen mit dem Vorstand vereinbarten Betrages verpflichtet. Wenn 10% der Mitglieder der Steirischen Jungbauern es schriftlich, unter Angaben von Gründen und einer Tagesordnung verlangen, so hat der Landesjungbauernrat zu einer außerordentlichen Sitzung binnen einem Monat zusammenzutreten. Die übrigen Organe haben bei Verlangen eines Viertels ihrer jeweiligen Mitglieder, binnen einem Monat zusammenzutreten.

1) Landesvorstand
2) (Landes)Jungbauernrat
3) Landesjungbauerntag
4) Bezirksobmänner/frauen
5) Vertreter der Jungbauern in den Ortsgruppen
6) Schiedsgericht
7) RechnungsprüferInnen

Der Landesvorstand besteht aus:
1) dem Obmann / der Obfrau
2) vier Obmann-Stellvertretern / Stellvertreterinnen
3) vier Beiräten / Beirätinnen
4) Jungbauerngeschäftsführer/ Geschäftsführerin
5) Assistenz der Geschäftsführung´

Die Mitglieder des Vorstandes werden vom Landesjungbauernrat mit einer Mandatsdauer von drei Jahren gewählt. Die Einladungsfrist beträgt zwei Wochen vor dem Landesjungbauernrat. Bei der Wahl der Vorstandsmitglieder ist auf eine regionale Streuung und auf eine ausgewogene Geschlechteraufteilung zu achten. Der Landesvorstand fasst seine Beschlüsse bei Anwesenheit von mindestens fünf seiner Mitglieder mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Obmann. Der Landesvorstand entsendet den Obmann, den Geschäftsführer und eine(n) weitere(n) VertreterIn des Vorstandes in den Jungbauernrat der Österreichischen Jungbauern.

Dem Landesvorstand obliegt die Leitung des Vereins unter Bedachtnahme der geltenden Gesetze, der Vereinsstatuten, der Beschlüsse des Landesjungbauernrates. Insbesondere kommen dem Vorstand folgende Aufgaben zu:
a) Beschluss von Geschäftsordnungen für den Vorstand und die sonstigen Organe der Jungbauernschaft
b) Vorlage des Jahresvoranschlages, des Jahresberichts und des Rechnungsabschlusses an den Landesjungbauernrat
c) Ausarbeitung der Tagesordnung und sonstige Vorarbeiten für die Sitzungen des Landesjungbauernrates
d) Einberufung der Sitzungen des Landesjungbauernrates und des Jungbauerntages
e) Vertretung der Interessen der Jungbauernschaft in den Landesgremien des Steirischen Bauernbundes
f) Entsendung von Obmann, Geschäftsführer und eine(m) weitere(n) VertreterIn des Vorstandes in den Jungbauernrat der Österreichischen Jungbauern.
g) Durchführung der Beschlüsse des (Landes)Jungbauernrates
h) Verwaltung des Vereinsvermögens
i) Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen

1) Der Obmann / die Obfrau ist der höchste Vereinsfunktionär. Ihm / Ihr obliegt die Vertretung des Vereins nach außen. Er /Sie überwacht die Einhaltung der gesetzlichen sowie der Statutenbestimmungen. Er /Sie führt bei den Sitzungen des Vorstandes, des Jungbauernrates und des Jungbauerntages den Vorsitz. Bei Gefahr im Verzug ist der Obmann / die Obfrau berechtigt, gemeinsam mit dem /der JungbauerngeschäftsführerIn auch in Angelegenheiten, die der Beschlussfassung des Vorstandes unterliegen, in eigener Verantwortung selbständige Anordnungen zu treffen. Diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch den Vorstand.
2) Im Falle seiner Verhinderung wird der Obmann /die Obfrau durch seine Obmann-StellvertreterInnen oder dem/der JungbauerngeschäftsführerIn vertreten.
3) Die laufenden Vereinsgeschäfte und die Finanzgebarung werden unter der Leitung des Obmannes /der Obfrau vom Jungbauerngeschäftsführer/der Jungbauerngeschäftsführerin geführt.
4) Schriftliche Ausfertigungen oder Bekanntmachungen des Vereins sind vom Obmann /der Obfrau oder vom Jungbauerngeschäftsführer / der Jungbauerngeschäftsführerin zu unterzeichnen.

  1. Der Jungbauernrat besteht aus:
    a) dem Vorstand
    b) den Jungbauernobmännern / Obfrauen der Bezirke
    c) sonstigen vom Vorstand kooptierten Personen
    1. Dem Jungbauernrat obliegt die Wahl des Vorstandes und die Beratung und Genehmigung des Jahresberichtes. Der Jungbauernrat tritt mindestens einmal jährlich zusammen und ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der unter § 12 a- c genannten Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der Obmann /die Obfrau.
    2. Der Jungbauernrat beschließt die Statuten der Jungbauernschaft.
    3. Der Landesjungbauernrat kann ergänzend zu den Satzungen Leitlinien für die Jungbauernarbeit auf Orts-, Gemeinde- und Bezirksebene beschließen.
    4. Der Landesjungbauernrat wählt den Landesvorstand.
    5. Der Landesjungbauernrat und der Landesvorstand fassen Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Obmann/die Obfrau.

Der Landesjungbauerntag steht allen Mitgliedern zum Besuch offen. Die Einladung dazu erfolgt an die Mitglieder der Bezirke und des Jungbauernrates persönlich zwei Wochen vor dem Landesjungbauerntag, ansonsten über die Bauernbundzeitungen.
Der Jungbauerntag tritt auf Beschluss des Jungbauernrates zusammen. Der Jungbauerntag beschließt die Grundsätze der Politik der Jungbauernschaft und hat Informations- und Manifestationscharakter.

Zum Bezirksobmann/Bezirksobfrau der Jungbauern wird entweder der Vertreter/die Vertreterin der Jugend im Bezirksvorstand des Bauernbundes, oder eine vom Bezirksvorstand namhaft gemachte Person, durch einfache Mehrheit vom Landesjungbauernrat ernannt. Der Bezirksobmann /Bezirksobfrau ist beim Landesjungbauernrat stimmberechtigt. Seine / Ihre Funktionsperiode beträgt drei Jahre.

Der/Die VertreterIn der Jungbauern auf Orts und Gemeindeebene ist der vom Ortsbauernrat gewählte Vertreter der Jugend.

Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis werden durch ein Schiedsgericht entschieden. Das Schiedsgericht wird auf Antrag vom Vorstand eingesetzt. Jeder der Streitteile entsendet ein Vereinsmitglied als Schiedsrichter in das Schiedsgericht. Diese beiden Vertreter wählen ein weiteres Vereinsmitglied als Vorsitzenden. Falls sie sich nicht einigen können, entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Entscheidungen des Schiedsgerichtes sind vereinsintern endgültig. Sie werden bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Mehrheit gefällt.

Der Jungbauernrat wählt alle drei Jahre zwei ordentliche Mitglieder als RechnungsprüferInnen.
Den RechnungsprüferInnen obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben über das Ergebnis der Überprüfung an den Vorstand und an den Jungbauernrat zu berichten.

Die Auflösung des Vereins kann nur von einem ausschließlich zu diesem Zweck einberufenen Jungbauernrat mit Dreiviertelmehrheit aller anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Vorhandenes Vereinsvermögen fließt einem karitativen Verein oder einer karitativen Organisation zu.