Innovationspreis

8. September 2016

logo_02Der Innovationspreis wurde erstmals 2009 von der Österreichischen Jungbauernschaft – Bauernbund Jugend mit der Zielsetzung ausgelobt, vorbildhaft engagierte und wirtschaftende junge BetriebsführerInnen in einem positiven Wettstreit auszuzeichnen. Produktions- und Dienstleistungsideen, die stark auf Markterfordernisse und Kundenwünsche ausgerichtet sind, zugleich aber in der Umsetzung auf ökologisch und sozial relevante Aspekte Bedacht nehmen, sollen in diesem Wettbewerb vor den Vorhang gebeten werden. Gesucht werden Projekte, in denen durch besonders verantwortungsvolles, innovatives unternehmerisches Handeln zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Landwirtschaft beigetragen wird. Ein weiteres Bewertungskriterium ist die Einbindung der Betriebe in der Region und in das Gemeinwesen, bzw. der Austausch mit der Bevölkerung. Ziel des Bewerbes ist es auch, die prämierten bäuerlichen Betriebe des Jahres als Maßstab für Leistungsmerkmale und positive Entwicklung zu positionieren.

Prämierung, Preise und Präsentation der Sieger

Teilnahmeberechtigt sind HofübernehmerInnen und BetriebsführerInnen in Österreich, die das 36. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und den Hof seit mindestens einem Jahr führen. Der Innovationspreis 2010 wird in den Kategorien Ernährung, Erneuerbare Energien sowie Lebensraum vergeben. Die Gruppensiege sind mit Sachpreisen im Wert von je 3.000,– Euro dotiert. Unter allen Finalisten werden Sachpreise in Höhe von 1000,– Euro verlost. Unter allen Einreichungen, die zeitgerecht (Einsendeschluss ist der 15. August 2010) und vollständig eintreffen, wird eine Vorauswahl von den Jungbauern-Landesorganisationen getroffen. Die Landes-sieger treten dann beim Bundesentscheid an. Aus den Finalisten werden von einer Jury dann die Bundessieger in den Kategorien ermittelt. Die Sieger des Innovationspreises 2010 werden am Junglandwirtetag, am 3. September 2010, anlässlich der Agraria 2010 vorgestellt und prämiert. Projektpartner des Innovationspreises ist die Raiffeisenware Austria (RWA) AG.

Projektpartner des Innovationspreises ist die Raiffeisenware Austria (RWA) AG. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, innovativen Produktions- und Vermarktungsmöglichkeiten gegenüber aufgeschlossen zu sein. Die Lagerhäuser stehen mit ihrem umfassenden Sortiment an Produkten und Serviceleistungen für alle Bereiche der Landwirt-schaft als kompetenter Partner zur Seite. Der Innovationspreis der Jungbauern steht für nachhaltigen Erfolg durch gscheite Ideen unserer bäuerlichen Jugend. Wir unterstützen diese Initiative, weil das Engagement und der Erfolg der jungen Generation an Landwirten öffentliche Anerkennung verdient“, sagt DI Reinhard Wolf, Vorstandsdirektor der RWA.

unser_lagerhaus_041. Platz: Stefan Riegler-Nurscher
Biobauernhof mit Hanfproduktion und Verarbeitung

Auf dem 48-Hektar-Bio-Vollerwerbsbetrieb wird auf 5 ha Hanf gepflanzt und zu Öl, Knabberhanf, Müsli, Nudeln und Dämmstoffen verarbeitet. Außerdem gibt es u. a. 450 Weidegänse. Es wird besonders bodenschonend und kreislauforientiert gewirtschaftet und vieles direkt vermarktet. Der Betrieb ist durch mehrere Standbeine abgesichert, mit Kooperationen ist man zusätzlich in der Region verankert. Für Schüler und Studenten gibt es Exkursionen.

2. Platz: Barbara Zeiler-Koller und Michael Zeiler
7 Geißlein Ziegenprodukte

Der 12 ha große Betrieb im Naturpark und Landschaftsschutzgebiet auf 1000 m Seehöhe wird im Nebenerwerb gemeinschaftlich mit den Eltern geführt. Mit Ziegenmilchprodukten, Lamm- und Kitzfleisch, Hühnerzucht, Freilandeiern, Gebirgshonig und Handarbeit aus Schafwolle gelang die Umstellung von Milchviehhaltung auf Schaf- und Ziegenzucht mit Direktvermarktung und die Schaffung einer regionalen Marke mit Bekanntheitsgrad.

3. Platz: Mag. Andreas Gugumuk
Wiener Schnecke

Der 30-Hektar-Betrieb wird im Nebenerwerb geführt. Auf 1200 m² werden Weinbergschnecken gezüchtet (50.000 Stück) und hochprofessionell vermarktet. Es gibt noch vier Zuchtparzellen für Raps und Thymian, Mangold, Fenchel und Rotklee, zusätzlich konventionelle Suppengrün-Landwirtschaft. Mit der Besetzung einer absoluten Nische und der Wiederbelebung einer Wiener Tradition gelang die Entwicklung zum Leitbetrieb der Region.